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Herbst- und Weinfest Radebeul-Altkötzschenbroda mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival vom 29. September – 1. Oktober 2017

Mittwoch, 13.09.2017

Europa, Du Schöne!


Eine griechische Sage berichtet davon, wie Europa zu seinem Namen kam. Im Palast des phönizischen Königs lebte einst die schöne Prinzessin Europa. Eines Nachts ereilte sie ein merkwürdiger Traum: Zwei Weltteile in Frauengestalt
- Asien und eine Unbekannte - stritten um ihren Besitz. Asien umfasste ihr Kind voller Zärtlichkeit, doch die andere Frau entzog sie gewaltsam ihrem Griff. Als der Morgen hereinbrach, war der Traum jedoch schnell vergessen, denn Europas Gefährtinnen luden sie zu einem Spaziergang an die blumenreichen Wiesen des Meeres ein. Beim Blumenpflücken mit ihren Freundinnen erblickte sie der Göttervater Zeus, der die Königstochter aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit sofort begehrte. Weil er aber den Zorn seiner Frau Hera fürchtete und zugleich bezweifelte, die Jungfrau in seiner normalen Gestalt verführen zu können, ersann er eine List. Er verwandelte
sich in einen prachtvollen Stier mit goldgelbem Fell und ließ sich vom Götterboten Hermes mit der Stierherde des Königs zum Meeresufer hinabtreiben. Dort traf Europas Blick das zutrauliche, schöne Tier und sie fasste sich ein Herz, um es sanft zu streicheln. Daraufhin kauerte sich der Stier zu ihren Füßen nieder und von Neugier und Übermut getrieben, stieg Europa auf seinen Rücken. In diesem Moment sprang der Stier auf und stürzte sich mit Europa ins Meer. Nachdem er nahezu zwei Tage mit ihr davongeschwommen war, erreichten sie ein fernes Ufer. Der Stier legte Europa sanft ab, verschwand und an seiner Stelle erschien ein göttergleicher Mann, der ihr erklärte, dass er der Herrscher über Kreta sei und fortan mit ihr an diesem Ort leben wolle. Am nächsten Morgen erwachte die Königstochter allein und verzweifelt. Da tauchte vor ihr die lachende Göttin Aphrodite auf.
Sie erzählte, dass sie es gewesen sei, die Europa vor wenigen Tagen den seltsamen Traum geschickt habe und dass es Zeus war, der sie geraubt und verführt hatte. Als irdische Gattin des Gottes sollte ihr Name unsterblich werden und der fremde Erdteil, auf welchem sie künftig leben würde, Europa heißen.

Seit jeher also prägen Einflüsse aus fernen Ländern das Bild von Europa. Auf keinem anderen Kontinent der Erde gibt es eine derart vielfältige, kulturelle Landschaft.
Die Schönheit und Vielfalt unserer Kultur sind es auch, die in diesem Jahr im Mittelpunkt des Herbst- und Weinfestes mit Internationalem Wandertheaterfestival stehen. Zur Festeröffnung am Freitag begrüßen der Weingott Bacchus und die sächsischen Weinhoheiten die Festbesucher und haben Gaukler, Musiker und Artisten in ihrem Gefolge, die mit
Witz und Charme auf das Festwochenende einstimmen. Theatergruppen und Künstler aus ganz Europa zeigen ihre Inszenierungen und verwandeln Straßen, Wiesen und Höfe in Bühnen. In einem autobiografischen Theaterstück
erzählt Ellen Muriel (GB) am Freitagabend mit britischem Humor, Feingefühl und Tiefsinn von ihren Erlebnissen als Helferin in Flüchtlingscamps. PuntMoc (E), die Gewinner des Publikumspreises 2016, kehren mit GAGSonTRIX nach Radebeul zurück und verändern durch bloße Bewegungen unablässig ihre Gestalt.

Mit Hütchen, Handtaschen und vollem Körpereinsatz sorgt die Großmütter-Bande des Theaters Irrwisch (A) für Chaos auf dem Dorfanger. Im Weingarten an der Schmiede dreht sich das Theaterkarussell von Georg Traber (CH) und lässt die Erwachsenen noch einmal die Freude und Unbeschwertheit der Kindheit erleben.

Richard von Gigantikow (D) erschafft auf der Elbwiese den Pop-Up-Staat »LABYstan«, auf dessen verschlungenen
Pfaden die Besucher zu Bürgern dieses exzentrischen Fantasie-Landes werden.
Auch musikalisch erwartet das Publikum eine Reise in fantastische Welten. Die Band Ernest (F) lädt auf die andere Seite des Spiegels ein. Dort begegnet die Märchenwelt von Hans Christian Andersen den Zukunftsvisionen von Jules Vernes und französisches Chanson trifft auf Rock-Musik. Kristin Amparo und John Runefelt (SE) bringen den Jazz nach Altkötzschenbroda und die OOZ-Band (F) entfacht mit Balkan-Brass und verrückten Choreografien ein wahres musikalisches Feuerwerk.
Beim Finale Grande am Sonntagabend vereinen sich alle Künstler noch einmal auf der Elbwiese.
Nach der Verleihung des Publikumspreises für die beliebteste Theaterinszenierung geht das hölzerne Labyrinth bei einem atemberaubenden Feuer-, Musik- und Theaterspektakel in Flammen auf und brennt sich damit für immer in die Herzen der Zuschauer.


Ina Dorn, PR- & Marketingverantwortliche, Großveranstaltungen & Tourismus

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