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Sitka-Fichtenlaus

Samstag, 04.07.2015

Kleiner Schädling hinterlässt zahlreiche braune Fichtennadeln


Fichten sind bekannterweise immergrüne Nadelgehölze, daher werden sie vorwiegend als Sichtschutzbepflanzung in Privatgärten verwendet.
Zurzeit fallen in vielen Gärten und Parks Fichten mit zahlreichen braunen Nadeln auf. Auslöser dafür ist der starke Befall durch die Sitka-Fichtenlaus (Liosomaphis abietina,Syn. Elatobium abietinum).
Aufgrund des milden Winters und der verbundenen Trockenheit konnte die Sitka-Fichtenlaus überleben und sich massenhaft vermehren. Nach einem Befall zeichnet sich das Schadbild zunächst im unteren Bereich der Baumkrone ab. Dort vertrocknen die Nadeln, werden braun und sterben schließlich ab. Ein Herabfallen der abgestorbenen Nadeln ist die Folge. Die Verkahlung kann sich je nach Schadensausmaß auf den gesamten Baum ausbreiten.
Da die Population der Sitka-Fichtenlaus im Frühjahr abstirbt, kann sich der Maiwuchs an den Endtrieben entwickeln, da sie von der Sitka-Fichtenlaus nicht befallen sind. Damit dieser Neuaustrieb gekräftigt und gefördert wird, ist in den trockenen Sommermonaten das Wässern der Fichten sinnvoll.
Bei einer Nadelverbräunung der unteren Baumkrone ist eine Bekämpfung ab Herbst möglich, da von diesem Zeitpunkt an die Eiablage stattfindet und das Aufkommen der Tiere wieder ansteigt. Eine Bekämpfung wäre z.B. mit einem nützlingsschonenden Ölpräparat möglich. Marienkäfer und Florfliegen sind u.a. natürliche Feinde der Sitka-Fichtenlaus.
Um eine Gefährdung dieser Nützlinge auszuschließen, ist auf fachgerechten Umgang mit dem Bekämpfungsmittel zu achten. Lassen Sie sich hierzu von einem fachkundigen Mitarbeiter der Pflanzenschutzabteilung, z.B. eines Gartencenters bzw. einer Baumschule beraten. Das regelmäßige Wässern ist grundsätzlich auch während milder Wintermonate notwendig. Aufgrund des jährlichen Maiwuchses an den Fichten ist es möglich, dass die Bäume ohne einen weiteren Befall, nach drei bis sechs Jahren, wieder eine dichte Baumkrone entwickeln.
Gemäß Radebeuler Gehölzschutzsatzung ist das Fällen von Nadelgehölzen vom 1. Oktober bis 28. Februar genehmigungsfrei. Fällungen außerhalb dieser Fällzeit müssen von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Meißen (Herr Wächter, Telefon:03522/3 03 23 48) kostenpflichtig beantragt werden.

Als Neupflanzungen eignen sich anstatt Douglasien, Blau-, Omorika- oder Serbische Fichten, die von der Sitka-Fichtenlaus befallen werden können, auch weitere Nadelgehölze. Dazu zählen Mädchenkiefern, Mähnen- und Orientalische Fichten. Je nach Standortbedingungen finden insbesondere auch Laubgehölze sicher einen Platz in Ihrem
Garten. Eine Liste der einheimischen Laubgehölze ist über das Sachgebiet Stadtgrün erhältlich.


Anja Osang,
Sachgebiet Stadtgrün, Stadtbauamt

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