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Das Stadtarchiv bittet um Mithilfe

Donnerstag, 12.05.2011

Frank Hirche aus Radebeul übergab dem Stadtarchiv eine Abschrift einer Tafel, die noch ca. 1968/69 neben dem Eingang des Mäuseturmes (Bilzsanatorium) angebracht war. Als Schüler schrieb er den Text, der vermutlich in
Frakturschrift auf der Bronzetafel zu lesen war,ab.


Gibt es jemanden, der uns folgende Fragen zu unten stehenden Text beantworten kann?

  1. Kennt noch jemand die besagte Tafel?
  2. Weiß jemand, wo die Tafel geblieben ist?
  3. Wann ist die Tafel entstanden und wurde sie erwähnt?
  4. Wer war der Dichter ?

Annette Karnatz, Stadtarchivarin
Besucheranschrift: Gohliser Straße 1
01445 Radebeul
Telefon: 0351/8305252
Telefax: 0351/8362198
E-Mail: stadtarchiv@radebeul.de


Ich alter Turm kann euch gar viel erzählen,
schon viele, viele Jahre steh ich da.
Ich sah die Menschen freuen sich und quälen,
und weiß, was in der Zeiten Schoß geschah.


Wo jetzt ich steh, da trohnt ich einst als Felsen,
aus tiefster Erde hob mich Gott Vulkan,
zu meinen Füßen sah Neptun ich wälzen
der Elbe Urstrom hin zum Ozean.


Doch endlich schwieg der Kampf der Elemente,
Baum, Tier und Mensch erschienen im Gefild.
Urvölker zogen durch, der Hunne, Sorbe, Wende.
Im bunten Wechsel folgte Bild auf Bild.


Heinrich, der Finkler, den die Lieder preisen,
als Städtegründer schirmte er dies Land,
Es pflanzte Benno, Dombischof von Meissen
den ersten Weinstock an der Elbe Strand.


Auch Martin Luther, Gottes Wort zu künden,
zog hier vorbei, die Bibel in der Hand.
Im dreißigjährigen Krieg aus tausend Schlünden
Kanonendonner hallte durch das Land.


August, der Starke sah die Lößnitz gerne,
beim Winzerfest, im Kreise schöner Fraun.
Und von dem Spitzhaus spähte in die Ferne
der alte Fritz das Schlachtgewühl zu schaun.


Noch einmal wütete ein blutig Ringen,
des Korsen Joch zu brechen und es stieg
empor aus Kampf und Tod mit leichten Schwingen
des Sieges Göttin im Befreiungskrieg.


Da brach der greise Tischer sich den Felsen
und baute aus den Trümmern einen Turm.
Ein Blitz traf mich, als wollt er mich zerschmelzen,
dann warf mich nieder ein Dezembersturm.


Nach dem französ'schen Kriege bauten wieder
die Erben Tischers auf dem Berg mich auf.
"Die Wacht am Rhein" und manche andre Lieder
ertönten hoch von mir im Zeitenlauf.


Das alles hab ich kommen sehn und gehen,
im Strom der Zeit ein stummer Zeuge nur.
Jetzt läßt der Vater Bilz sein Banner auf mir wehen,
die Inschrift lautet: Rückkehr zur Natur!

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